Island: Irgendwie war es die ganze Zeit dunkel

Zuerst wünsche ich ein gesundes neues Jahr! Ich habe mir über Weihnachten ein bisschen Zeit für meine Familie genommen und daher nichts von mir hören lassen, hoffe aber, dass meine Leser ein paar schöne Feiertage und ein lustiges Sylvester hatten. Zu meinem Sylvester später mehr.

Island (2)Weihnachten hat mich inspiriert, über eine Reise zu schreiben, die ich eben an Weihnachten vor drei Jahren unternommen habe. Im Dezember 2010 ging es nach Island. Ich hatte noch etwas Resturlaub und eine Freundin, die mich gerne als Reisebegleitung mochte und so ging es – recht spontan – ab auf die Insel. Island war in diesem Jahr wegen Vulkanausbrüchen und Aschewolken sehr präsent in den Medien und daher auch in unseren Köpfen und außerdem recht nah, also los. Geplant waren fünf Tage Reykjavik und ein paar Gletscher/Vulkan/Geysir-Besichtigungen.

Island ist ein tolles Land. Die Leute sind sehr freundlich, sprechen fließend englisch und alles ist irgendwie – gemütlich. Reykjavik ist die Haupstadt des Landes und beherbergt ca. zwei Drittel der gesamten Bevölkerung von Island. Dennoch wirkt die Stadt sehr klein und ist sehr übersichtlich. Wunderschön mit typisch skandinavischer Architektur, kleinen Kneipen und niedlichen Läden.

Als Reisezeit hätten wir uns lieber den Sommer ausgesucht. Denn im Dezember wird es in Island nur ca. vier Stunden pro Tag hell. Ausfahrten zu den Naturbesonderheiten (Geysire und Co.) sind daher nur begrenzt möglich. Die Dunkelheit zu erleben war wiederrum eine sehr interessante Erfahrung. Wenn erst gegen 11:30 Uhr die Sonne aufgeht und es 15:00 Uhr schon wieder dämmert, fühlt sich der Körper ein bisschen veralbert. Die Schule beginnt in Reykjavik im Dezember übrigens oft erst gegen 12:00 Uhr mittags.

Island (1)Das tollste an unserem Aufenhalt war  das Schwimmbad neben dem Hotel. Wie bitte? Ja wirklich! Island hat eine sehr ausgeprägte und traditionsreiche Badekultur. Quasi alle paar Straßen findet sich in Reykjavik ein Schwimmbad mit Innen-/Außenbereich und Sauna. Viele Isländer gehen morgens vor der Arbeit oder abends danach ganz selbstverständlich eine Runde schwimmen, in die Sauna oder den Wirlpool. Jeden Tag. Dem haben wir uns angeschlossen. Nichts ist schöner, als seine Runden in der kühlen Winterluft (am besten im Dunklen) in schönem heißen Wasser zu drehen und dann in den Tag zu starten!

Eine Eigenart war etwas gewöhnungsbedürftig: Das heiße Wasser in Island wird oft direkt aus den Quellen gezapft und kommt daher sehr schwefilig aus den Leitungen. Das riecht komisch und schmeckt noch komischer, wenn man es versehentlich beim Duschen schluckt. Aber nach ca. zwei Tagen hatten wir uns daran gewöhnt.

Island ist nur zu empfehlen! Ich will auf jeden Fall bald im Sommer hin und ausgiebig Mitsommer feiern!

Eure Marianne

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