New York, New York

Den Big Apple durfte ich im Rahmen einer Dienstreise besuchen. Ich arbeitete damals bei einem Modemagazin und sollte die Live-Coverage von der – oho – Fashion Week bestreiten. Das klingt glamouröser als es ist, leider. Eigentlich gehörte New York nicht unbedingt zu meinen top Reisezielen, aber dennoch habe ich mich über das Angebot und den dazugehörigen Trip sehr gefreut.

Battery Park in Manhattan

Battery Park in Manhattan

Insgesamt sollten es fünf Tage in New York sein. An allen fünf musste ich auch arbeiten. Das Gute aber: Die Locations der verschiedenen Events waren über die gesamte Stadt verteilt. So habe ich trotz Arbeit unglaublich viel von New York gesehen und abends hatte ich dann ja auch noch Freizeit.

Die meiste Zeit verbrachte ich in Manhattan. Die Fashion Week Hauptveranstaltung befand sich im Lincoln Center. Aber auch am Times Square, der Freiheitsstatue und im Central Park konnte ich die Stadt auf mich wirken lassen. Gewohnt habe ich in einem Hotel im nördlichen Manhattan, direkt neben einem Eingang zum Central Park. Die Straßen dort waren ein Traum – Häuser exakt wie aus der Cosby Show.

Central Park

Central Park

Während die Stadt unheimlich laut ist, auch Nachts einfach nicht zur Ruhe kommt, ist man nach ein paar Schritten in den Park recht schnell an einem ruhigen Plätzchen angekommen. Perfekt um vom Trubel des Apfels eine Auszeit zu nehmen. Und wenn ich Trubel sage, dann meine ich Trubel!

Times Square war eine der lautesten und wildesten Erfahrungen meines Lebens. Das erste Mal war ich direkt um Mitternacht da, am Abend meiner Anreise, um direkt einen Eindruck zu erhaschen. Außerdem war in einem der Modeläden direkt am Times Square eine großes Event geplant. Taghell mitten in der Nacht, voller Leben und etwas streng im Geruch schlug mir dieser Ort entgegen. Aufregend, aber auch ein wenig beängstigend. Später bei Tageslicht war das aber schon besser. Insgesamt ist er auf jeden Fall immer voll mit Menschen.

Kratzen nicht an Wolken

Kratzen nicht an Wolken

Stadtrundfahrten sind eigentlich nicht mein Fall. In New York aber durchaus zu empfehlen. Ab Times Square habe ich die große Runde gemacht. Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge, China Town und das World Trade Center. Aussteigen und wieder zusteigen überall erlaubt. Hierfür aber bitte Zeit mitbringen. Ich hatte nur ein Drei-Stunden-Fenster und konnte daher nicht stoppen und aussteigen.

Die Freiheitsstatue macht nur Spaß, wenn man auch hin fährt. Also mit der Faire. Vom Ufer aus ist sie etwa zwei Zentimeter groß. Die Faire ist jedoch etwas schwierig. Kommt man zur falschen Zeit (alles nach 9), muss man ca. zwei Stunden anstehen, um einen Platz zu bekommen. Also früh aufstehen!

Die Bronx

Sehr Alternativ: Die Bronx

Sehr beeindruckend fand ich das jüdische Viertel der Bronx. Hier ist man wie in einer anderen Welt. Direkt daneben wird die Bronx dann alternativ. Bio-Läden, veganes Essen, Flohmärkte und Second Hand Läden so weit das Auge reicht. Mieten wahrscheinlich unbezahlbar.

Zuletzt besuchte ich noch das zauberhafte SOHO. Nicht umsonst eines der Szeneviertel New Yorks. Niedliche Cafés (auch hier IMMER was für Veganer dabei), Blumen an den Fenstern und jede Menge (sehr teure) Modeläden, die fast ausschließlich Designer oder Vintage Klamotten verkaufen. Hier war ich natürlich NUR zu Arbeitszwecken unterwegs!

New York auch auf Geschäftsreise sehr beeindruckend. Direkt danach war ich etwas überwältigt und faselte etwas von „erst mal nicht wieder“ aber inzwischen würde ich es noch mal besuchen. Obwohl ich ja eher der Entspannungsurlaubtyp bin.

Letzter Tipp: Am Flughafen NUR gelbe Taxis nehmen und vorher den Preis abstimmen. Wollen sie bis in die Innenstadt mehr als $60 – weiterfragen.

Liebe Grüße,

Eure Marianne

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Island: Irgendwie war es die ganze Zeit dunkel

Zuerst wünsche ich ein gesundes neues Jahr! Ich habe mir über Weihnachten ein bisschen Zeit für meine Familie genommen und daher nichts von mir hören lassen, hoffe aber, dass meine Leser ein paar schöne Feiertage und ein lustiges Sylvester hatten. Zu meinem Sylvester später mehr.

Island (2)Weihnachten hat mich inspiriert, über eine Reise zu schreiben, die ich eben an Weihnachten vor drei Jahren unternommen habe. Im Dezember 2010 ging es nach Island. Ich hatte noch etwas Resturlaub und eine Freundin, die mich gerne als Reisebegleitung mochte und so ging es – recht spontan – ab auf die Insel. Island war in diesem Jahr wegen Vulkanausbrüchen und Aschewolken sehr präsent in den Medien und daher auch in unseren Köpfen und außerdem recht nah, also los. Geplant waren fünf Tage Reykjavik und ein paar Gletscher/Vulkan/Geysir-Besichtigungen.

Island ist ein tolles Land. Die Leute sind sehr freundlich, sprechen fließend englisch und alles ist irgendwie – gemütlich. Reykjavik ist die Haupstadt des Landes und beherbergt ca. zwei Drittel der gesamten Bevölkerung von Island. Dennoch wirkt die Stadt sehr klein und ist sehr übersichtlich. Wunderschön mit typisch skandinavischer Architektur, kleinen Kneipen und niedlichen Läden.

Als Reisezeit hätten wir uns lieber den Sommer ausgesucht. Denn im Dezember wird es in Island nur ca. vier Stunden pro Tag hell. Ausfahrten zu den Naturbesonderheiten (Geysire und Co.) sind daher nur begrenzt möglich. Die Dunkelheit zu erleben war wiederrum eine sehr interessante Erfahrung. Wenn erst gegen 11:30 Uhr die Sonne aufgeht und es 15:00 Uhr schon wieder dämmert, fühlt sich der Körper ein bisschen veralbert. Die Schule beginnt in Reykjavik im Dezember übrigens oft erst gegen 12:00 Uhr mittags.

Island (1)Das tollste an unserem Aufenhalt war  das Schwimmbad neben dem Hotel. Wie bitte? Ja wirklich! Island hat eine sehr ausgeprägte und traditionsreiche Badekultur. Quasi alle paar Straßen findet sich in Reykjavik ein Schwimmbad mit Innen-/Außenbereich und Sauna. Viele Isländer gehen morgens vor der Arbeit oder abends danach ganz selbstverständlich eine Runde schwimmen, in die Sauna oder den Wirlpool. Jeden Tag. Dem haben wir uns angeschlossen. Nichts ist schöner, als seine Runden in der kühlen Winterluft (am besten im Dunklen) in schönem heißen Wasser zu drehen und dann in den Tag zu starten!

Eine Eigenart war etwas gewöhnungsbedürftig: Das heiße Wasser in Island wird oft direkt aus den Quellen gezapft und kommt daher sehr schwefilig aus den Leitungen. Das riecht komisch und schmeckt noch komischer, wenn man es versehentlich beim Duschen schluckt. Aber nach ca. zwei Tagen hatten wir uns daran gewöhnt.

Island ist nur zu empfehlen! Ich will auf jeden Fall bald im Sommer hin und ausgiebig Mitsommer feiern!

Eure Marianne